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Bericht über die Startphase des Schulversuchs "selbst verantwortete
Schule"
Seit Beginn dieses Schuljahres haben wir mit dem Hamburger Schulversuch
“Selbst verantwortete Schule” in unseren drei neuen 5. Klassen begonnen.
18 Hamburger Schulen beteiligen sich an dem Schulversuch und sind nach
einem strengen und ausführlichen Bewerbungsverfahren von der Behörde
für Bildung ausgewählt worden. Mit Hilfe von interner und externer
Überprüfung unserer Schule streben wir an, in fünf Jahren
dem Ziel einer selbst verantworteten Schule sehr nahe zu sein.
Auf diesem Weg muss selbstverständlich die Standardsicherung, also die Vergleichsarbeiten
in den Klassen 6 und 8, der mittlere Abschluss in der Klassenstufe 10 und
natürlich das zentrale Abitur, für alle Schüler gewährleistet
sein. Der Schulversuch wird eng von der Behörde für Bildung begleitet,
die Zusammenarbeit mit der Projektleiterin Frau Klueh gibt uns sehr viel
Sicherheit auf unserem Weg.
Drei Entwicklungsschwerpunkte leiten uns:
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Wir wollen die Lernkultur und die Qualität der Lehr- und Lernprozesse
zu einer Kultur des selbst gestalteten, selbst verantworteten und individualisierten
Lernens der Schülerinnen und Schüler entwickeln.
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Wir wollen das Lernen im global historischen Kontext mit Blick auf Zukunftsorientierung
und Verantwortung für unsere Welt verankern
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Wir streben die ganzheitliche Erziehung in den Bereichen ästhetische
Erziehung, Bewegung, Körpererfahrung an.
Zunächst tun wir dies sparsam, da auch wir Lehrerinnen und
Lehrer die neuen Ansätze der Selbstverantwortung üben müssen.
Im Folgenden beschreiben wir die Arbeitsschwerpunkte dieses Schuljahres:
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Freie Arbeit für die Klassen 5, 6, 7 für 1 Stunde pro Woche,
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Geschichte und Globus als neues Fach in Klasse 5,
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Jahreszeitenprojekt und ganzheitliche Koordination für den Jahrgang
5
Zu i: Eine Schulstunde pro Woche haben die Schülerinnen und Schüler
der Klassen 5, 6 und 7 “freie Arbeit”. Mit dem Titel sind wir noch nicht
glücklich: Vielleicht besser “Studienzeit”? Zur Einübung erhalten
die Schülerinnen und Schüler (derzeit noch!) vorbereitetes Material
jeweils eines Faches, das sie in dieser Zeit bearbeiten. Die Aufsicht führt
nicht der Fachlehrer, so dass die Schüler sich daran gewöhnen,
nicht bei der kleinsten auftretenden Schwierigkeit beim zuständigen
Lehrer nachfragen zu wollen, höchstens bei einem Mitschüler.
Die Zielvorstellung für die Studienzeit sieht so aus, dass Schülerinnen
und Schüler in dieser Zeit ihre Arbeit selbstständig auswählen
aus vielerlei Themenbereichen, die aktuell in einem gewissen Zeitraum bearbeitet
werden sollen. Es stehen dafür zur Verfügung die Klassenräume,
der PC-Raum, eine Bibliothek. Für Schüler wie auch für die
Lehrer ist dieser Prozess weg vom stets streng angeleiteten Unterricht
mit klaren Stundenvorgaben zu selbstbestimmtem Lernen des Schülers
bzw. zum Lernbegleiter bei den Lehrern ein sehr langer und nur in wenigen
Schulen erprobter. (u.a. Helene-Lange-Schule in Wiesbaden) Wir wollen ihn
gehen! Zu II: Der Erdkunde- und Geschichtsunterricht in Klasse 5 und 6
wird zu einem Fach zusammengefasst: Geschichte und Globus, das sich mit
seinem Curriculum aus Anteilen der Geographie und der Geschichte zusammensetzt:
Der Globus rückt in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Geschichte
wird nicht chronologisch aufgebaut, sondern so als erlebte Geschichte erlernt,
dass eine starke Verzahnung mit den Lerninhalten der oben angesprochenen
Fächer besteht und somit den altersbedingten Interessenlagen der jungen
Menschen entgegen kommt. Die Lerninhalte der beiden Fachanteile werden
verzahnt. Die Leistungsüberprüfungen sind fachübergreifend.
Frau Eickmeyer und Herr Jacksohn erproben geeignete Unterrichtsinhalte
in diesem Schuljahr. Unseres Wissens sind wir in der BRD die einzige Schule,
die diesen Ansatz erproben. Es ist angedacht, eine Projektskizze auf einer
Internet-Plattform zur Verfügung zu stellen. Zu III: Hier verstärken
wir schon bewährte Strukturen und Arbeitsvorhaben, mit denen wir schon
individuelle Erfahrungen gesammelt haben. Allerdings sollen die Ansätze
auf den gesamten Jahrgang verbreitert werden, so dass jeder Schüler
an dieser Erziehung teilhat. Zwei Arbeitsvorhaben werden in diesem Schuljahr
umgesetzt:
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Jede 5. Klasse präsentiert fachübergreifend eine Jahreszeit.
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Wir erstellen ein übergreifendes Repertoire von Liedern, praktisch-rhythmischer
Erziehung und Tanz im gesamten Jahrgang 5.
Die Ziele dieser Arbeitsvorhaben sind neben den fachimmanenten unmittelbar
nachvollziehbar: Die Schüler eines Jahrgangs nehmen sich besser wahr,
das Zusammengehörigkeitsgefühl verstärkt sich. Das Konkurrenzdenken
zwischen den Schülern des Regelzweiges und des Musikzweiges nivelliert
sich. |